Heute jährt sich eine der schlimmsten Katastrophen in der Textilindustrie zum vierten Mal. Am 24. April 2013 stürzte die Rana Plaza Fabrik in Bangladesch ein und riss über 1.000 Näherinnen und Näher in den Tod. Der Fashion Revolution Day erinnert jedes Jahr an dieses schlimme Ereignis und soll den Menschen auf der ganzen Welt die in der Textilindustrie herrschenden katastrophalen Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten vor Augen führen.

 

Uns ist es egal, woher unsere Kleidung kommt

Nicht getragene Lieblingsstücke im Schrank

40 Prozent der Kleidung in deutschen Schränken wird nur selten oder gar nicht getragen – muss das sein?

Die Deutschen tragen ca. 40 Prozent ihrer Kleidung nur selten oder gar nicht. Die alten Sachen hängen im Schrank und durch unseren übermäßigen Konsum kommen ständig neue Kleidungsstücke hinzu, sodass unsere Schränke oft aus allen Nähten platzen. Kleidung ist schon längst zu einem Wegwerfartikel geworden. Der Einsturz der Fabrik in Bangladesch vor vier Jahren hat uns die katastrophalen Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern unserer Kleidung vor Augen geführt, dennoch hat sich an den Produktionsbedingungen nichts geändert. Warum ist das so? Der Aufschrei der über 1.000 Toten in Bangladesch war groß, dennoch war das Ereignis wenige Wochen danach wieder aus den Köpfen der Menschen. Tatsächlich ist es uns Menschen egal, woher unsere Kleidung kommt und unter welchen Bedingungen sie produziert werden.

 

Stelle dir die Frage: Brauchst du das wirklich?

Wir von Get Lazy halten nichts davon, dass du nun statt billiger Mode massenweise nachhaltige Mode konsumierst – das wäre alles andere als nachhaltig. Wenn du das nächste Mal ein neues Kleidungsstück betrachtest und überlegst, es zu kaufen, stelle dir die Frage, ob du das wirklich brauchst. Überlege dir, ob du nicht noch ein altes Kleidungsstück zu Hause in deinem Schrank hast, das du stattdessen nutzen und anziehen kannst. Und wenn es doch einmal etwas Neues sein soll, kannst du hier nachlesen, wie du ein altes Kleidungsstück upcyclen kannst!

 

Unsere Kleidung: Made in Germany - Made by Refugees

Unsere Kleidung: Made in Germany – Made by Refugees

Who made my clothes?

Unter dem Hashtag #whomademyclothes startete der Fashion Revolution Day eine Selfiekampagne. Hierbei drehten die Menschen ihre Kleidung nach links, um sich mit dem Herstellerlabel zu fotografieren. Eine Seltenheit unter den Selfies: Made in Germany. Das Label von Get Lazy zeigt genau diese Besonderheit: Made in Germany, made by Refugees. Wir produzieren zu 100 % in Deutschland, nachhaltig und mit GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle.

 

Get Lazy macht Ecofashion made in Germany – Made by Refugees

Wir stellen euch heute unsere Näherin und Näher vor, die die Kleidung von Get Lazy in Passau herstellen. Damit möchten wir Transparenz schaffen und verfolgen somit auch eines der Ziele des Fashion Revolution Days: Die Produktions- und Absatzwege für die Konsumenten nachvollziehbar zu machen.

 

 

Elke Burmeister hat Spaß an der Arbeit mit Get Lazy

Elke Burmeister hat Freude bei der Arbeit

Elke Burmeister aus Passau ist seit 24 Jahren selbstständige Schneidereimeisterin. Ihr Traum war es schon immer, eine kleine Manufaktur zu gründen. Elke stand, wie Fabian Krüger, vor dem selben Problem: Sie fand keine qualifizierten Schneider, da das Textilhandwerk in Deutschland fast ausgestorben ist. Mit Hilfe von Workeer.de, der Jobplattform für arbeitssuchende Flüchtlinge, konnte Elke schließlich einen Mitarbeiter für ihre Schneiderei finden:

Made by Refugees - Ahmed, der Schneider

Ahmed wird bei Get Lazy wertgeschätzt

Ahmed ist 40 Jahre alt und in seiner Heimat Syrien war er als Vorarbeiter in einem Textilbetrieb verantwortlich für 20 Mitarbeiter – ein Experte auf seinem Gebiet. 2015 kam er nach Deutschland; hier möchte er sein Handwerk weiter ausüben und anderen damit eine Freude machen. Das kann er nun bei Get Lazy machen.

Wir sind stolz darauf, Flüchtlinge zu integrieren und mit ihnen zu arbeiten. Dadurch können wir einzigartige Kleidung mit gutem Gewissen herstellen und ein Statement für die Modeindustrie setzen, damit mehr Menschen unserem Vorbild folgen und die Welt ein klein bisschen besser machen.

 

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